Bedienungsanleitung – Entwicklungsstand
Dieses Handbuch beschreibt nur bereits benutzbare Funktionen. Das interne mobile
Bonusportal wird hier nicht dokumentiert.
Start und Anmeldung
1. Kassendienst starten.
2. `http://127.0.0.1:8765` in Firefox oeffnen.
3. Einen Anmeldecode eingeben.
Initiale Codes: Mitarbeiter 1 `11`, Mitarbeiter 2 `22`, Manager `55`, Admin `99`.
Lernverkauf
1. Warengruppe waehlen.
2. Artikel antippen oder Barcode in das Suchfeld eingeben.
3. Menge im aktuellen Bon mit `+`/`-` aendern.
4. Fuer eine schnelle Abwicklung direkt `BAR` oder `EC-KARTE` waehlen.
Ist dieselbe EAN mehreren Verkaufsvarianten zugeordnet, oeffnet comface.pos
nach dem Scan ein kleines Auswahlfenster. Dort werden beispielsweise Flasche,
6er-Pack und Kiste jeweils mit Preis und MwSt. angezeigt. Erst die ausgewaehlte
Variante wird in den Warenkorb gelegt; ein versehentlicher automatischer Verkauf
der ersten Fundstelle findet nicht statt.
Im Kopf des aktuellen Bons stehen jederzeit die Anzahl der unterschiedlichen
Warenkorbpositionen und die gesamte Artikelmenge, zum Beispiel `3 Positionen ·
7 Artikel`. Wiegeartikel zaehlen dabei als eine Position und ein Artikel. Auf
Digitalbon, PDF und Thermobon werden Positionen und Artikelmenge ebenfalls
ausgegeben.
Die Schnellwahltasten `BAR` und `EC-KARTE` schliessen den Bon unmittelbar mit
der gewaehlten Zahlungsart ab. `ZAHLUNG` oeffnet stattdessen den ausfuehrlichen
Zahlungsdialog. Dort kann zwischen Bar und EC gewechselt werden. Bei Barzahlung
wird der Zahlbetrag sofort im Feld `Gegeben` vorbelegt. Der Betrag kann
ueberschrieben oder ueber eine Scheintaste gewaehlt werden; das Rueckgeld
berechnet die Kasse automatisch. Gegebener
Betrag und Rueckgeld werden am Bon gespeichert und auf dem Digitalbon/PDF
ausgewiesen. Die EC-Seite ist fuer die spaetere ZVT-Anbindung vorbereitet.
Alternativ oeffnet die Eingabetaste `Enter` aus dem Verkaufsscreen den
Zahlungsdialog. Ein weiteres `Enter` schliesst die vorbelegte Barzahlung ab.
Ein von einem Barcodescanner unmittelbar nach einem erkannten Barcode gesendetes
Enter startet aus Sicherheitsgruenden keine Zahlung.
Bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme einer echten TSE arbeitet die Kasse
automatisch im Lernbetrieb; die Kopfzeile zeigt `LERNBETRIEB`. Der Betriebsmodus
kann nicht manuell umgeschaltet werden. Erst die erfolgreiche Inbetriebnahme
einer echten TSE schaltet die Kasse automatisch in den Produktivbetrieb. Der
TSE-Emulator bleibt immer im Lernbetrieb.
Steuerlogik
Ein Artikel uebernimmt normalerweise den MwSt.-Satz seiner Warengruppe. Ist am
Artikel ein eigener Satz eingetragen, gilt nur fuer diesen Artikel der eigene
Satz. Bereits abgeschlossene Bons werden durch spaetere Aenderungen nicht
veraendert.
Statistik und Dashboard
Unter `Einstellungen > Auswertung > Statistik & Dashboard` steht eine
interaktive betriebliche Auswertung zur Verfuegung. Sie veraendert weder Belege
noch X-/Z-Berichte. Der Zeitraum kann auf heute, gestern, aktuelle oder letzte
Woche, aktuellen oder letzten Monat, aktuelles oder letztes Jahr sowie einen
freien Zeitraum eingestellt werden.
Angezeigt werden – je nach Konfiguration – Umsatz und Vorperiodenvergleich,
Beleganzahl, durchschnittlicher Bonwert, Bar-/EC-Anteile, Umsatzverlauf,
Top-Artikel, Warengruppen, Mitarbeiter, Mehrwertsteuer, Stornos, Gegenbelege,
Trinkgeld und Lagerkennzahlen. Lern- und Produktivumsaetze koennen gemeinsam
oder streng getrennt ausgewertet werden. Die angezeigten Daten lassen sich als
CSV-Datei exportieren.
Das gesamte Modul wird unter `Einstellungen > Kasse & Bedienung > Module
aktivieren` mit `Statistik & Dashboard` ein- oder ausgeschaltet. Unter
`Einstellungen > Auswertung > Dashboard-Anzeigen` kann der Kunde jede Kennzahl
und jedes Diagramm einzeln aktivieren oder ausblenden.
X- und Z-Bericht
- `X-BERICHT`: aktueller Zwischenstand ohne Abschluss.
- `Z-BERICHT`: schliesst den aktuellen Demo-Kassenabschnitt ab.
Beide Berichte zeigen neben Bar-, EC- und Gesamtumsatz eine Aufteilung nach
Mitarbeiter mit Bonanzahl und Zahlungsart. `A4 drucken / als PDF speichern`
oeffnet den Windows-Druckdialog. Ein X-Bericht veraendert den Kassenabschnitt
nicht; erst der Z-Bericht ordnet die enthaltenen Bons dem Abschluss zu.
Die Umsatzsteuer wird in X- und Z-Berichten fuer jeden im Zeitraum verwendeten
Steuersatz getrennt ausgewiesen. Pro Steuersatz stehen Netto, enthaltene
Mehrwertsteuer und Brutto im Bericht. Stornierte Bons erscheinen daneben mit
Storno-Netto, Storno-Mehrwertsteuer und Storno-Brutto, ohne den laufenden Umsatz
zu erhoehen. Die Aufschluesselung verwendet die beim Verkauf gespeicherten
Steuersaetze und bleibt deshalb auch nach spaeteren Artikel- oder
Warengruppenaenderungen unveraendert. Sie erscheint auf dem Bildschirm, im
A4/PDF-Ausdruck und auf dem 58-/80-mm-Bondrucker.
Der Kassenstartbestand wird unter `Grundeinstellungen > Kassenplatz` gepflegt.
Der Kassen-Sollbestand besteht aus diesem Startbestand und den seit dem letzten
Z-Bericht abgeschlossenen, nicht stornierten Barverkaeufen.
Beim Z-Bericht muss der Mitarbeiter den tatsaechlich gezaehlten Barbestand
eingeben. Ist `Blindzaehlung` aktiviert, wird der Sollbestand vor der Eingabe
nicht gezeigt. Ist sie deaktiviert, sieht der Mitarbeiter den Sollbestand beim
Zaehlen. Nach Abschluss weist der Z-Bericht Kassen-Soll, Kassen-Ist und eine
positive oder negative Differenz aus. Nach dem Z-Bericht beginnt der neue
Abschnitt wieder mit dem hinterlegten Kassenstartbestand.
Z-Berichtsablage und Monatsbericht
Unter `Einstellungen > Auswertung > Z-Berichte & Monatsberichte`
bleiben alle abgeschlossenen Z-Berichte dauerhaft aufrufbar. Die Liste zeigt
Berichtsnummer, Abschlusszeitpunkt, Mitarbeiter, Bonanzahl sowie Bar-, EC- und
Gesamtumsatz. Ein Bericht kann erneut geoeffnet und ueber den Windows-
Druckdialog ausgegeben werden. `Bon drucken` verwendet automatisch das unter
`Druck & Belege > Papierformat` eingestellte Bonformat mit 58 oder 80 mm.
`A4 / PDF` erzeugt eine separate DIN-A4-Ausgabe. Beide Druckwege stehen auch
direkt nach einem X- oder Z-Bericht und beim Monatsbericht zur Verfuegung. Der
Nachdruck erzeugt keinen neuen Z-Abschluss und veraendert keine Umsaetze.
Ueber die Monatsauswahl wird ein `Monatsbericht` erstellt. Er summiert alle
bereits abgeschlossenen Z-Berichte des gewaehlten Monats und zeigt Anzahl der
Z-Berichte, Bons, Bar-, EC-, Storno- und Gesamtwerte sowie die
Mitarbeiteraufteilung. Noch nicht durch einen Z-Bericht abgeschlossene Umsaetze
sind darin bewusst nicht enthalten. Der Monatsbericht ist eine Auswertung und
kein weiterer Z-Abschluss.
Z-Berichte und Monatsberichte koennen ueber `CSV exportieren` als
Semikolon-getrennte UTF-8-Datei fuer Buchhaltungsprogramme oder
Tabellenkalkulationen gespeichert werden. Die Datei enthaelt Berichtszeitraum,
Summen, Zahlungsarten, Stornos, Bargeldbewegungen, die Steueraufteilung je Satz
mit Netto/MwSt./Brutto und die Mitarbeiteraufteilung.
Der Bereich `Finanzamt-Export` ist fuer DSFinV-K 2.4 vorgesehen. Solange keine
produktive TSE-Anbindung umgesetzt und in Betrieb genommen wurde, wird dort
bewusst keine scheinbar prueffaehige Datei erzeugt. Der Produktivmodus ohne TSE
aendert daran nichts.
Kassenlade, Bareinlage und Barentnahme
`KASSENLADE` oeffnet die Bargeldverwaltung. Sie zeigt Startbestand, Barumsatz,
Bareinlagen, Barentnahmen und den daraus berechneten aktuellen Sollbestand.
Eine Einlage oder Entnahme benoetigt immer Betrag und Grund. Mitarbeiter und
Zeitpunkt werden automatisch am Vorgang gespeichert.
Alle Bargeldbewegungen erscheinen getrennt im X- und Z-Bericht. Beim
Z-Abschluss werden sie dem abgeschlossenen Kassenabschnitt zugeordnet; der neue
Abschnitt startet ohne alte Bewegungen. Der elektrische Oeffnungsbefehl fuer
die Schublade folgt mit dem Windows-Druckeradapter. Die Bargeldverwaltung selbst
funktioniert bereits lokal und offline.
Bon parken und zurueckholen
Ein noch nicht bezahlter Bon kann mit `BON PARKEN` gespeichert werden. Die
Artikel verschwinden danach aus dem aktuellen Warenkorb, bleiben aber auch nach
einem Neustart der Kasse erhalten. `BON HOLEN` zeigt alle geparkten Bons mit
Zeitpunkt, Mitarbeiter und Stueckzahl. Durch Antippen wird der ausgewaehlte Bon
wieder in den Warenkorb geladen und aus der Parkliste entfernt.
`BELEGE` oeffnet das vollstaendige Belegarchiv. Es laedt jeweils 250 Belege pro
Seite; mit `Zurueck` und `Weiter` sind alle gespeicherten Belege erreichbar,
ohne zehntausende Zeilen gleichzeitig in den Browser zu laden. Die Kopfzeile
zeigt Gesamtzahl, sichtbaren Bereich und aktuelle Seitenzahl.
Die Filter durchsuchen Bonnummer, Artikelname, Artikelnummer, EAN/Barcode und
Mitarbeiter. Zusaetzlich kann nach Von-/Bis-Datum, Mitarbeiter, Zahlungsart und
Status `Stornierbar`, `Z-abgeschlossen`, `Gegenbelege` oder `Storniert`
eingeschraenkt werden.
`Anzeigen` wendet die Filter an; `Zuruecksetzen` zeigt wieder das gesamte Archiv.
Jeder Beleg kann erneut im Browser geoeffnet, als PDF ausgegeben oder an den
eingerichteten Bondrucker gesendet werden.
Mengeneingabe und Artikelsuche
Die Menge jeder Warenkorbzeile ist ein direkt editierbares Zahlenfeld. Das Feld
wird angetippt oder angeklickt, die gewuenschte Menge ueber Zahlenblock,
Bildschirmtastatur oder normale Tastatur eingegeben und mit `Enter` bestaetigt.
Der Wert `0` entfernt die Position. Die Tasten `−` und `+` bleiben zusaetzlich
verfuegbar.
Im normalen Verkaufsscreen kehrt der Tastaturfokus nach Mausklicks und
abgeschlossenen Eingaben automatisch zur Artikel-/Barcodesuche zurueck. Dadurch
funktioniert ein angeschlossener Barcodescanner unabhaengig davon, welche
Kassenflaeche zuletzt angeklickt wurde. Waehrend Mengen-, Zahlungs-, PIN- oder
Einstellungseingaben bleibt der Fokus bewusst im jeweiligen Eingabefeld.
Nach einem erfolgreichen Barcode-Scan laeuft ausschliesslich ueber die
betroffene Warenkorbzeile ein breiter, deutlich sichtbarer gruener Lichtstreifen. Die Menge wird
kurz vergroessert und rechts erscheint fuer etwa eine Sekunde ein gruenes
Haekchen. Die Zeile selbst bleibt dabei fest stehen. Dadurch ist auch bei
schnellem Kassieren sofort erkennbar, welcher Artikel angenommen wurde. Das
Antippen einer Artikeltaste, eine manuelle Mengenaenderung oder eine
Pfandrueckgabe loest diese etwa 0,8 Sekunden lange Scan-Animation nicht aus.
Schliesst ein Barcodescanner einen nicht bekannten Code mit `Enter` ab, gibt die
Kasse einen deutlichen Doppelton aus und zeigt den unbekannten Code als roten
Hinweis. Die Suche wird danach automatisch geleert und ist sofort fuer den
naechsten Scan bereit. Die Toene liegen lokal auf dem Kassenrechner und
funktionieren deshalb auch ohne Internetverbindung. Falls ein Browser die
Audioausgabe sperrt, erzeugt der lokale Windows-Kassendienst den Ton.
Ist unter `Einstellungen > Kasse & Bedienung > Module aktivieren` die Funktion
`Schnellanlage bei unbekannter EAN anbieten` eingeschaltet, oeffnet sich nach
dem Hinweis eine kompakte Erfassungsmaske. Der gescannte Code ist bereits
uebernommen. Manager und Administratoren erfassen dort Artikelname,
Warengruppe, Verkaufspreis, Mehrwertsteuer und bei Bedarf Pfand. Nach dem
Speichern wird der neue Artikel sofort in den aktuellen Bon uebernommen.
Mitarbeiter ohne Verwaltungsrecht sehen die Rueckfrage ebenfalls, koennen die
Stammdaten aber erst nach Anmeldung eines Managers oder Administrators anlegen.
Bei ausgeschalteter Funktion bleibt es beim bisherigen Warnhinweis.
Eine gueltige deutsche Presse-GTIN mit dem Praefix `414`, `419`, `434` oder
`439` ist kein unbekannter Barcode. comface.pos prueft die GTIN-Pruefziffer,
liest den gebundenen Verkaufspreis und den MwSt.-Satz aus dem Code und legt die
Position als `Presseartikel` mit Titelnummer in den Warenkorb. Eine gepflegte
Artikeldatenbank oder Internetverbindung ist dafuer nicht erforderlich. Der
Zeitschriftentitel wird ohne zusaetzlichen Stammdaten-/Presseanbieter bewusst
nicht ermittelt. Die automatische Presse-GTIN-Erkennung kann unter
`Kasse & Bedienung` aktiviert oder deaktiviert werden.
Bei aktiver Bestandsfuehrung wird bei jedem Verkaufsabschluss geprueft, ob ein
Artikel seinen Mindestbestand erreicht oder unterschritten hat. Ist die
Verkaufssperre ausgeschaltet, wird der Verkauf ausgefuehrt und die Kasse meldet
`Achtung: Mindestbestand erreicht` mit Artikelname, aktuellem Bestand und
Mindestbestand. Der eigene Warnton wird bei jedem betroffenen Verkauf abgespielt,
sofern er in den Einstellungen aktiviert ist.
Ist `Verkaufssperre bei Mindestmenge` aktiviert, verhindert die Kasse einen
Verkauf, der den Bestand auf den Mindestbestand oder darunter setzen wuerde. Es
erscheint `Achtung: Verkaufssperre aktiv. Verkauf nicht moeglich` mit den
betroffenen Artikeln und ein Warnton. Die Pruefung erfolgt vor Bonnummer,
TSE-Signatur, Umsatzbuchung und Bestandsaenderung.
Storno
`STORNO` veraendert den offenen Warenkorb nicht. Die Taste oeffnet immer ein
Auswahlfenster mit dem letzten abgeschlossenen Bon sowie den Aktionen `Letzten
Bon stornieren` und `Belegarchiv oeffnen`. Liegen Artikel im Warenkorb, weist das
Fenster ausdruecklich darauf hin, dass diese unveraendert bleiben. Im Archiv kann
auch ein beispielsweise vor einer Stunde erstellter Bon ausgewaehlt und ueber
`Storno` vollstaendig storniert werden. Der Originalbon
wird nicht geloescht, sondern dauerhaft mit Zeitpunkt und stornierendem
Mitarbeiter als `Storniert` gekennzeichnet. X- und Z-Bericht weisen Anzahl und
Betrag der Stornos getrennt aus; der stornierte Betrag zaehlt nicht mehr zum
Umsatz.
Ein Vollstorno ist nur moeglich, solange der Beleg noch keinem Z-Bericht
zugeordnet wurde. Danach ist die Storno-Schaltflaeche gesperrt und der zugehoerige
Z-Bericht wird angezeigt. Fuer eine spaetere vollstaendige Rueckgabe steht dann
`Gegenbeleg` zur Verfuegung. In der Bestaetigungsmaske werden Erstattungsart
`Barauszahlung` oder `Rueckzahlung EC-Karte` sowie ein Grund festgelegt.
Der abgeschlossene Originalbon und sein frueherer Z-Bericht werden dabei niemals
veraendert. comface.pos erzeugt einen neuen negativen Beleg mit eigener Bonnummer
und verweist auf den Originalbon; beide Belege zeigen die gegenseitige
Verknuepfung im Archiv und auf dem Ausdruck. Pro Originalbon kann nur ein aktiver
Gegenbeleg bestehen. Der negative Betrag, die Zahlungsart und die
Mehrwertsteuerkorrektur erscheinen im aktuellen X-Bericht und werden mit dem
naechsten Z-Bericht abgeschlossen. Bei aktiver Bestandsfuehrung werden die Waren
dem Bestand wieder gutgeschrieben. Eine aktive TSE signiert den Gegenbeleg als
`AVBelegstorno`. Derzeit ist der Gegenbeleg eine vollstaendige Belegkorrektur;
einzelne Positionen oder Teilmengen werden nicht ausgewaehlt.
TSE Emulator Test
Unter `Einstellungen > TSE & Fiskal > TSE-Ausfuehrung` kann der Administrator
`TSE Emulator Test` auswaehlen. Beim Wechsel der TSE-Ausfuehrung wird eine zuvor
gespeicherte Inbetriebnahme bewusst aufgehoben. Danach werden Kassenkennung und
beliebige Test-PINs eingetragen und `TSE in Betrieb nehmen` angeklickt.
Der Emulator funktioniert lokal und offline. Er besitzt eine feste
Test-Seriennummer und fuehrt Transaktions- und Signaturzaehler auch nach einem
Neustart fort. Im Lernmodus signiert er Verkauf, Storno und Gegenbeleg. Der
Digitalbon, das PDF und ein kompatibler ESC/POS-Bondrucker geben die emulierten
TSE-Daten mit QR-Code aus. Alle Ausgaben tragen gut sichtbar den Namen
`TSE Emulator Test` beziehungsweise den Hinweis `TESTBON`.
Der Emulator ist keine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung. Er darf
nur fuer Entwicklung, Schulung und Funktionspruefung eingesetzt werden. Vor dem
Einsatz beim Kunden muss wieder `Swissbit USB-TSE` ausgewaehlt und die echte TSE
ordnungsgemaess in Betrieb genommen werden. Emulator-Daten sind kein Ersatz fuer
gesetzlich erforderliche TSE-Daten oder einen Finanzamt-Export.
Einstellungen
Die Verwaltung ist in neun klar getrennte Bereiche gegliedert: `Auswertung`,
`Firma`, `Kasse & Bedienung`, `Artikel & Waren`, `Mitarbeiter`,
`Druck & Digitalbon`, `Geraete`, `TSE & Fiskal` und `System`. Jede Kategorie
besitzt ein einheitliches Symbol und eine Textbezeichnung. Das ausgewaehlte
Symbol wird zusammen mit der Kategorie farblich hervorgehoben. Die Symbole
ersetzen den Text nicht und bleiben dadurch auch auf Touchsystemen eindeutig.
Das Suchfeld `Einstellung suchen` oben rechts durchsucht Kategorien und deren
Inhalte. Nicht passende Kategorien werden voruebergehend ausgeblendet. Die
Pfeile im Kopfbereich wechseln weiterhin zwischen den zuletzt besuchten
Einstellungsseiten.
Scanner und Warntoene
Unter `Einstellungen > Kasse & Bedienung > Scanner und Warntoene` koennen
Manager und Administratoren drei Funktionen getrennt ein- oder ausschalten:
- sichtbarer Hinweis bei einer unbekannten EAN bzw. einem unbekannten Barcode,
- Warnton bei einer unbekannten EAN,
- Warnton beim Erreichen oder Unterschreiten des Mindestbestands,
- optionale Verkaufssperre bei Mindestmenge.
Die drei Hinweis- und Tonfunktionen sind bei einer neuen Kasse standardmaessig
aktiviert. Die Verkaufssperre ist standardmaessig ausgeschaltet.
Unbekannte Scans werden auch bei ausgeschaltetem Hinweis nicht in den Warenkorb
uebernommen. Nach dem Scan ist das Suchfeld sofort fuer den naechsten Barcode
bereit.
Das offizielle COMFACE-Zeichen steht links oben neben `comface.pos`. Bei einem
laengeren Lade-, Speicher-, Druck- oder Lesevorgang wird die Kassenoberflaeche
voruebergehend abgedunkelt und das Zeichen dreht sich als Ladeanzeige. Sehr
kurze Vorgange werden ohne Ladeanzeige ausgefuehrt, damit die Bedienung ruhig
bleibt. Solange die Ladeanzeige sichtbar ist, wartet die Kasse auf den Abschluss
des laufenden Vorgangs; ein erneutes Antippen ist nicht erforderlich. Der Text
nennt den tatsaechlichen Vorgang, beispielsweise `Kassendaten werden geladen`,
`Belege werden gesucht`, `Aenderungen werden gespeichert`, `Storno wird
verarbeitet` oder `Druckauftrag wird gesendet`. Nach erfolgreichem Abschluss
stoppt das Logo kurz und die Anzeige bestaetigt den Abschluss, beispielsweise
mit `Aenderungen wurden gespeichert`. Parallel laufende Hintergrundabfragen
ueberschreiben dabei keine wichtigere Speicher-, Verkaufs- oder Stornoanzeige.
Auch lokale, rechenintensive Ansichten wie die Inventur mit mehreren tausend
Artikeln blenden die Ladeanzeige bereits vor dem Aufbau der Tabelle ein.
Sicherheitsabfragen und Warnhinweise erscheinen vollstaendig im Design von
comface.pos. Meldungen besitzen einen dunkelblauen Kopfbereich, ein deutliches
Statuskennzeichen, einen hellen Inhaltsbereich und grosse, touchgeeignete
Schaltflaechen. Fehler, Warnungen, Informationen und Erfolgsmeldungen verwenden
dieselbe Grundstruktur und unterscheiden sich durch Statusfarbe und Symbol.
Bei einem Bonabschluss liegt der Tastaturfokus immer auf `Schliessen`. Enter
schliesst deshalb die Meldung und oeffnet keinen darin angezeigten Digitalbon-
oder PDF-Link. Diese Links werden nur durch gezieltes Anklicken geoeffnet.
comface.pos. Browserfremde Fenster mit der Adresse `127.0.0.1` werden nicht
verwendet. Kritische Aktionen besitzen eine rote, eindeutig beschriftete
Bestaetigung und `Abbrechen`; besonders weitreichende Loesch- und
Importvorgaenge verlangen den bekannten Bestaetigungstext direkt im Dialog.
Alle sichtbaren Datums- und Zeitangaben werden einheitlich im deutschen Format
`TT.MM.JJJJ, HH:MM:SS` ausgegeben. Dies gilt fuer die Kassenoberflaeche,
Belegverwaltung, Digitalbons, PDF- und Bondruck, X-/Z-/Monatsberichte,
CSV-Exporte, Bestellvorschlaege, TSE-Unterlagen und Backuplisten. Reine
Monatsangaben erscheinen als `MM.JJJJ`. Intern bleiben Zeitwerte im technisch
sortierbaren Format gespeichert.
Im Kopf des Einstellungszentrums steht eine zusammenhaengende Navigation mit
Vektorpfeilen und den Beschriftungen `Zurueck` und `Vor`. Sie wechselt zwischen
den zuletzt besuchten Einstellungsbereichen und nennt im Hinweis die konkrete
Zielseite. Deaktivierte Schaltflaechen sind klar abgeblendet; auf schmalen
Displays bleiben platzsparend nur die Pfeilsymbole sichtbar. In
Artikelverwaltung, Etikettendruck, Bestellvorschlag und Inventur fuehrt die
einheitliche Schaltflaeche `Zurueck` mit Vektorpfeil in den zugehoerigen
Einstellungsbereich. Ueber der jeweiligen Seitenueberschrift steht das Ziel
`Artikel & Waren` beziehungsweise `Auswertung`, ohne doppelte Beschriftung im
Zurueck-Button.
Das `X` schliesst die Verwaltung weiterhin vollstaendig und kehrt zur Kasse
zurueck.
Das Zahnrad oeffnet das zentrale Einstellungszentrum. Die Kassenkopfzeile enthaelt
bewusst keine Verwaltungsfunktionen mehr. Die Bereiche sind:
- `Auswertung`: X-/Z-Berichte, Monatsberichte, CSV und Finanzamt-Export.
- `Firma`: Firmenname, Anschrift, Kontakt, Steuerangaben sowie mehrzeiliger
Bon-Kopftext und Bon-Fusstext. Der optionale Kopftext wird unter den
Firmendaten und vor den Bonpositionen auf Digitalbon, PDF und Bondruck
ausgegeben. Nur tatsaechlich eingegebener und gespeicherter Text wird
gedruckt; ein grauer Hinweis im leeren Feld ist kein Boninhalt.
- `Grundeinstellungen`: Betriebsart und optionale Kassenmodule.
- `Kassenoberflaeche`: Warenkorbposition, drei bis acht Artikelfelder pro Reihe,
sichtbare Akzentfarbauswahl mit Farbwert sowie Sichtbarkeit und eigene Farbe
jeder Schnellwahltaste. Helle Tastenfarben erhalten
automatisch dunkle Schrift, dunkle Farben weisse Schrift.
- `Artikeltasten`: Artikelname, EAN, Mehrwertsteuer und Preis koennen getrennt
ein- oder ausgeblendet werden. Fuer jedes dieser vier Felder ist die
Schriftgroesse zwischen 9 und 40 Pixeln einstellbar. Bei Artikeln mit mehreren
Barcodes zeigt die Artikeltaste die erste gepflegte EAN; alle weiteren Codes
bleiben beim Scannen aktiv.
- `Warengruppen-Anzeige`: Die Warengruppen koennen oben, unten, links oder rechts
am Artikelbereich erscheinen. Als Darstellung stehen eine schmale Leiste und
grosse farbige Buttons zur Auswahl. Die Buttonfarbe folgt der gepflegten
Warengruppenfarbe; die Schriftfarbe wird automatisch lesbar gewaehlt.
- `Reihenfolge im Verkaufsscreen`: Warengruppen werden mit den Pfeiltasten nach
oben oder unten verschoben. Fuer die Artikeltasten wird zuerst die Warengruppe
ausgewaehlt; danach lassen sich ihre sichtbaren Artikeltasten unabhaengig
anordnen. Jede Verschiebung wird sofort dauerhaft gespeichert und protokolliert.
- `Artikel & Waren`: Artikelverwaltung, schneller Wareneingang, Inventur, Etiketten und Bestellvorschlag.
- `Mitarbeiter`: Bediener, Rollen, Anmeldecodes und Zugriffsstatus.
- `Druck & Belege`: Digitalbon, Berichte und Kundendisplay.
- `Geraete & Schnittstellen`: Drucker, Kassenlade, Kundendisplay, TSE und ZVT.
- `System`: lokaler Dienstzustand, Datensicherung und Datenbereinigung vor der
TSE-Inbetriebnahme.
Die unter `Firma` gespeicherten Angaben werden bereits auf Digitalbon und
PDF-Bon verwendet. Aenderungen koennen nur Manager und Admin speichern.
Im Bereich `Mitarbeiter` kann der Administrator Bediener anlegen,
Namen und Rollen aendern, eine neue Anmelde-PIN setzen und Konten sperren oder
reaktivieren. Eine bestehende PIN wird niemals angezeigt. Bleibt das PIN-Feld
beim Bearbeiten leer, wird sie nicht veraendert. Jede PIN muss aus 2 bis 12
Ziffern bestehen und darf nur einem Mitarbeiter zugeordnet sein. Der
angemeldete Administrator kann sich nicht selbst sperren oder herabstufen; der
letzte aktive Administrator ist zusaetzlich geschuetzt.
Manager und Admin koennen unter `Grundeinstellungen` die Betriebsart Einzelhandel, Kiosk
oder Gastronomie waehlen und optionale Module ein-/ausschalten. Dazu gehoeren
Digitalbon, Blindzaehlung, ZVT, Lager/Inventur, Bestellvorschlaege,
Etikettendruck, Kundendisplay, Lieferanten, Gutscheine, offene Kundenbelege und
Preispruefung.
Offene Kundenbelege
Das optionale Modul `Offene Kundenbelege` ist fuer Ware vorgesehen, die ein Kunde
mitnimmt und erst spaeter bezahlt. Im Zahlungsfenster wird `Offen lassen` gewaehlt
und ein Kundenname eingetragen. Jeder Einkauf bleibt als eigener offener Beleg
gespeichert; auch mehrere Belege mit demselben Kundennamen werden nicht vermischt.
Offene Belege erscheinen noch nicht in X-, Z- oder Monatsberichten. Unter
`Auswertung > Offene Kundenbelege` wird der gewuenschte Beleg mit `Bezahlen`
aufgerufen. Erst nach Bar- oder EC-Abschluss entsteht ein regulaerer Bon mit dem
aktuellen Zahlungsdatum; danach verschwindet nur dieser Beleg aus der offenen Liste.
Bei eingeschalteter Bestandsfuehrung wird der Bestand bereits beim Speichern des
offenen Belegs vermindert und beim spaeteren Bezahlen nicht ein zweites Mal.
Hinweis fuer den Produktivbetrieb: Die steuerliche und TSE-konforme Behandlung von
Warenuebergabe, Forderungsentstehung und spaeterem Zahlungseingang muss vor dem
Einsatz mit Steuerberatung und TSE-Anbieter verbindlich festgelegt werden.
Funktionstasten F1 bis F10
Unter `Einstellungen > Kasse & Bedienung > Funktionstasten F1–F10` kann die
Bedienung ueber die physische Tastatur ein- oder ausgeschaltet werden. Jede
Taste kann zusaetzlich einzeln aktiviert, deaktiviert und einer Funktion
zugeordnet werden. Die Funktionstasten erzeugen keine zusaetzlichen
Schaltflaechen oder Beschriftungen auf dem Verkaufsscreen.
Die Standardbelegung lautet: F1 BAR, F2 EC-Karte, F3 Zahlung, F4
Pfandrueckgabe, F5 Bon parken, F6 Bon zurueckholen, F7 Storno, F8
Belegarchiv, F9 Kassenlade und F10 letzter Bon. Bei aktiviertem Hauptschalter
unterdrueckt comface.pos die urspruengliche Firefox-Funktion der Tasten. Eine
einzeln deaktivierte Taste loest weder eine POS- noch eine Browserfunktion aus.
F11 und F12 werden nicht durch comface.pos belegt.
Als weitere frei waehlbare Belegung steht `Bon leeren` zur Verfuegung. Sie
entspricht der Schaltflaeche im Warenkorb und erzeugt weder einen Storno noch
einen Protokolleintrag.
Unter `Grundeinstellungen` wird jeder Kassenplatz mit Kassenname,
Kassennummer, Standort und Standard-Zahlungsart bezeichnet. Diese Kennzeichnung
erscheint auf dem Bon und ist spaeter die Grundlage fuer mehrere Kassen eines
Kunden.
Unter `Druck & Belege` werden Windows-Druckername, 58- oder 80-mm-Bonrolle
beziehungsweise DIN A4, ein bis drei Ausdrucke sowie automatischer Ausdruck,
Papierbon-QR und die Bevorzugung des Digitalbons eingestellt. Die PDF-Bonbreite
passt sich bereits an das gewaehlte Papierformat an. Die direkte automatische
Ausgabe an den ausgewaehlten Windows-Drucker wird mit dem Windows-Kassendienst
angebunden; im aktuellen Entwicklungsstand wird der Systemdruckdialog genutzt.
Nur der Admin kann vor der Inbetriebnahme einer echten TSE alle Umsatzdaten und
Berichte loeschen. Artikel und Einstellungen bleiben dabei erhalten. Alternativ
kann `Alle Daten loeschen` die Kasse einschliesslich Artikel, Bestaenden,
Mitarbeitern, Firmendaten und Einstellungen auf Werkzustand zuruecksetzen. Beide
Funktionen verlangen einen eindeutigen Bestaetigungstext und sind nach der
Inbetriebnahme einer echten TSE technisch gesperrt. Lokale Sicherungsdateien
bleiben als Notfallkopie erhalten.
Artikelverwaltung
Manager und Admin oeffnen oben `Artikelverwaltung`. Dort koennen sie Artikel
anlegen und bearbeiten. Erforderlich sind nur Artikelname, Warengruppe und
Preis. Artikelnummer und Barcode/EAN sind optional. Bleibt die Artikelnummer
leer, vergibt comface.pos automatisch eine eindeutige interne Nummer. Ein
Artikel ohne Barcode wird ueber seine Artikeltaste verkauft. Werden mehrere
Barcodes eingetragen, funktionieren sie gleichzeitig fuer denselben Artikel.
Die Option `Auf Artikeltaste` ist bei neuen Artikeln standardmaessig aktiv.
Wird sie ausgeschaltet, erscheint der Artikel nicht als Taste im Verkaufsscreen,
bleibt aber aktiv und kann weiterhin ueber jeden hinterlegten Barcode verkauft
werden. Diese Einstellung ist unabhaengig von `Artikel ausblenden`.
Eine EAN darf ausserdem mehreren unterschiedlichen Artikeln oder Gebinden
zugeordnet werden. In diesem Fall erscheint beim Kassieren die Variantenauswahl.
Die linke Artikelliste zeigt beim Oeffnen standardmaessig alle aktiven Artikel. Ueber
`Alle Warengruppen` kann sie auf eine einzelne Warengruppe eingeschraenkt
werden. Der Statusfilter bietet `Aktive Artikel`, `Ausgeblendete Artikel` und
`Alle Artikel`. Die Artikelsuche durchsucht nur die aktuelle Filterauswahl.
Mit `Liste vergrößern` wird die rechte Artikelbearbeitung vorübergehend
ausgeblendet und die Artikelliste nutzt die gesamte Fensterbreite. Die Taste
heisst dann `Bearbeitung anzeigen`. Beim Anklicken eines Artikels oder bei
`+ Neu` oeffnet comface.pos die Bearbeitung automatisch wieder.
Einzelne oder mehrere Artikel koennen per Kontrollkaestchen markiert und danach
gemeinsam ausgeblendet, wieder eingeblendet oder geloescht werden. `Sichtbare
markieren` bezieht sich auf das aktuelle Such-, Warengruppen- und Filterergebnis.
Ein ausgeblendeter Artikel bleibt als Stammdatensatz erhalten, ist aber an der
Kasse weder als Taste noch ueber seinen Barcode verkaufbar. Beim endgueltigen
Loeschen verlangt comface.pos eine Bestaetigung. Bereits vorhandene Belege,
Z-Berichte, Steuerwerte und Auswertungen bleiben unveraendert erhalten, weil
die Verkaufsdaten feste Artikel-Snapshots enthalten. Ein geloeschter Artikel
wird aus noch geparkten Bons entfernt; ein dadurch leerer Parkbon wird ebenfalls
entfernt. Ausblenden, Einblenden und Loeschen werden als Artikelaktionen
protokolliert.
Wiegeartikel
In der Artikelverwaltung kann `Wiegeartikel` aktiviert werden. Der eingetragene
Verkaufspreis ist dann der Kilopreis. Manueller Preis, Stueckpfand und die
Stueck-Bestandsfuehrung sind fuer diesen Artikel deaktiviert, damit Gewicht und
Stueckzahl nicht verwechselt werden.
Beim Scannen oder Antippen eines Wiegeartikels erscheint die grosse
Gewichtseingabe. Der Mitarbeiter kann zwischen Kilogramm und Gramm umschalten,
das Gewicht ueber die Bildschirmtastatur eingeben und sieht den berechneten
Betrag sofort. Beispiel: `0,735 kg` zu `2,49 Euro/kg` ergibt `1,83 Euro`.
Mehrere Eingaben desselben Artikels werden im offenen Bon zu einem Gewicht
addiert. Im Warenkorb kann das Gewicht in kg direkt korrigiert werden; die
Minustaste entfernt die Position.
Bon, Digitalbon und Bondruck nennen Nettogewicht und Kilopreis. Das Gewicht
wird als unveraenderlicher Grammwert an der Bonposition gespeichert und bleibt
dadurch bei Storno, Gegenbeleg, Nachdruck und Z-Bericht erhalten. Geparkte Bons
speichern das Gewicht ebenfalls. Etiketten zeigen bei Wiegeartikeln den Zusatz
`/ kg`. Eine direkte Waagenanbindung benoetigt spaeter das konkrete
Waagenmodell und dessen Schnittstellenprotokoll; die jetzige Ausbaustufe nutzt
die manuelle kg-/g-Eingabe.
Einmaliger Legacy-Artikelimport
Die bereitgestellte Liste `products_export.xls` wurde als kontrollierter
Vollimport uebernommen. Importiert werden ausschliesslich Artikelname, EAN,
Warengruppe, Verkaufspreis und Mehrwertsteuer. Negative Kassen- und
Leergutpositionen sowie vollstaendig identische Doppelzeilen werden ausgelassen.
Die temporaeren deutschen Steuersaetze der Quelldatei aus 2020 werden dabei von
16 auf 19 Prozent und von 5 auf 7 Prozent umgesetzt. Vor dem Ersetzen des
Artikelstamms erzeugt das Wartungsskript automatisch eine lokale
Sicherheitskopie. Historische Bons und Z-Berichte bleiben erhalten, da ihre
Artikelbezeichnungen, Preise und Steuersaetze als feste Snapshots gespeichert
sind.
Die gewaehlte Artikel- und Warengruppenfarbe wird im jeweiligen Formular als
gut sichtbare Farbflaeche zusammen
mit ihrem Hex-Farbwert angezeigt. Optional kann pro Artikel ein Bild im Format
JPG, PNG oder WebP mit maximal 5 MB ausgewaehlt werden. comface.pos verkleinert
es automatisch auf hoechstens 1.200 x 1.200 Pixel, speichert es lokal fuer den
Offlinebetrieb und zeigt es auf der Artikeltaste sowie in der Artikelliste an.
`Bild entfernen` markiert das vorhandene Bild zur Entfernung; wirksam wird die
Aenderung erst mit `Artikel speichern`. Ohne Bild bleibt die gewaehlte Farbe
die sichtbare Flaeche der Artikeltaste.
CSV-Artikelimport aus anderen Kassensystemen
Unter `Einstellungen > Artikel & Waren > CSV-Artikelimport` koennen Manager und
Administratoren fremde Artikellisten importieren. Unterstuetzt werden CSV-Dateien
mit Semikolon, Komma oder Tabulator als Trennzeichen sowie UTF-8 und
Windows-1252/ANSI. comface.pos erkennt typische Spaltennamen automatisch. Vor
dem Import koennen Artikelname, Verkaufspreis, Artikelnummer, EAN/Barcode,
Warengruppe und Mehrwertsteuer frei den Spalten der Quelldatei zugeordnet werden.
Artikelname und Verkaufspreis sind Pflicht; Artikelnummer und EAN duerfen leer
bleiben.
Eine Vorschau kennzeichnet fehlerfreie und fehlerhafte Zeilen. Der Import kann
wahlweise nur neue Artikel anlegen oder vorhandene Artikel anhand der
Artikelnummer beziehungsweise einer eindeutig zugeordneten EAN aktualisieren.
Bestehende Artikel werden niemals pauschal geloescht. Neue Warengruppen werden
bei Bedarf angelegt; bei fehlenden Angaben gelten die eingestellte
Standard-Warengruppe und Standard-MwSt. Mehrere Barcodes in einem Feld koennen
mit `|` oder Leerzeichen getrennt werden. Pro Import sind maximal 20.000 Artikel
und 8 MB Dateigroesse erlaubt. Das Gesamtergebnis wird im Aenderungsprotokoll als
CSV-Sammelimport festgehalten.
Unter `Einstellungen > Artikel & Waren > CSV-Artikelexport` wird der Artikelstamm
als UTF-8-CSV mit Semikolon ausgegeben. Der Export kann auf aktive oder
ausgeblendete Artikel und auf eine Warengruppe begrenzt werden. Enthalten sind
Artikelname, Artikelnummer, saemtliche EANs, Warengruppe, Verkaufspreis, MwSt.,
Status, Artikeltasten-/Preis-/Wiege-/Bestandseinstellungen, Bestand,
Mindestbestand und Pfandart. Mehrere EANs werden mit `|` getrennt. Die ersten
sechs Spalten sind direkt mit dem CSV-Import von comface.pos kompatibel.
Beim Speichern einer Warengruppenfarbe uebernehmen alle Artikel dieser
Warengruppe die neue Farbe automatisch. Bei einem neuen Artikel wird die Farbe
der ausgewaehlten Warengruppe sofort vorgeschlagen. Sie kann anschliessend am
einzelnen Artikel angepasst werden; eine spaetere Farbaenderung der Warengruppe
wird erneut auf alle zugeordneten Artikel angewendet.
Mit der Option `Manueller Preis` kann ein Artikel mit dem Stammpreis `0,00 Euro`
angelegt werden. Beim Scannen des Barcodes oder Antippen der Artikeltaste
erscheint eine grosse numerische Preiseingabe wie bei der Mitarbeiteranmeldung.
Der eingegebene Preis muss groesser als null sein und wird nach `Enter` oder
`Preis uebernehmen` in den Warenkorb gelegt. Jeder eingegebene Preis wird als
unveraenderlicher Snapshot auf der Bonposition gespeichert. Der Kassendienst
akzeptiert einen vom Browser gelieferten abweichenden Preis nur bei Artikeln,
bei denen `Manueller Preis` in der Artikelverwaltung aktiviert ist.
Die Auswahl `Aus Warengruppe` verwendet den Standard-MwSt.-Satz der
Warengruppe. Alternativ kann fuer einen einzelnen Artikel 7 oder 19 Prozent
gesetzt werden.
Performance-Testartikel
Im Lernbetrieb kann der Admin unter `Einstellungen > System >
Performance-Testdaten` 5.000 Testartikel erzeugen. Sie besitzen Artikelnummern
mit dem Praefix `PERF-`, eindeutige Barcodes und sind auf die vorhandenen
Warengruppen verteilt. Ein erneuter Aufruf erzeugt keine Duplikate. Der Import
wird als zusammengefasste Artikelaktion protokolliert.
`Performance-Testartikel entfernen` loescht ausschliesslich diese markierten
Artikel. Wurden sie bereits auf Testbons verwendet, muessen zuerst die
Demo-Umsaetze zurueckgesetzt werden. Normale Kundenartikel werden von dieser
Funktion nicht veraendert. Auf der Kassenoberflaeche werden bei sehr allgemeinen
Suchen hoechstens 300 Artikelschaltflaechen gleichzeitig angezeigt; die
Gesamttrefferzahl bleibt sichtbar.
Performance-Testarchiv
Der Administrator kann im Lernbetrieb unter `Einstellungen > Auswertung >
Archiv-Performance testen` ein grosses Testarchiv erzeugen. Der Standardtest
legt 50.000 gekennzeichnete Testbelege an und verteilt sie auf 5.000
Test-Z-Berichte. Normale Belege, bestehende Berichte und Artikel werden nicht
veraendert. Ein erneuter Aufruf mit derselben Menge erzeugt keine Duplikate.
Die Testbelege besitzen intern die Kennzeichnung `PERF-SALE-`; ihre Bonnummern
werden hinter der hoechsten vorhandenen Bonnummer fortgesetzt. Der getrennte
Knopf `Performance-Testdaten entfernen` entfernt ausschliesslich dieses
Testarchiv. Beide Funktionen sind im Produktivbetrieb gesperrt.
Das Z-Berichtsarchiv laedt jeweils 250 Berichte pro Seite. Vor und Zurueck
ermoeglichen den Zugriff auf saemtliche gespeicherten Z-Berichte, ohne tausende
Zeilen gleichzeitig im Browser aufzubauen. Die Kopfzeile zeigt Gesamtzahl,
aktuellen Ausschnitt sowie Seitennummer an.
Nur der Admin kann im Lernbetrieb unter `Einstellungen > System >
Performance-Testdaten` ueber `Alle Demoartikel loeschen` den gesamten
Artikelstamm entfernen. Dazu ist der Bestaetigungstext `ARTIKEL LÖSCHEN`
erforderlich. Im Produktivbetrieb ist die Funktion gesperrt.
Lagerbestand und Inventur
Die Bestandsfuehrung ist optional. Das gesamte Modul kann unter
`Grundeinstellungen > Module aktivieren` ein- oder ausgeschaltet werden. Bei
ausgeschaltetem Modul veraendern Verkauf und Storno keinerlei Bestaende.
Unabhaengig davon kann am einzelnen Artikel `Bestand fuer diesen Artikel
fuehren` aktiviert oder deaktiviert werden. Bei neuen Artikeln und den
mitgelieferten Testartikeln ist diese Option standardmaessig ausgeschaltet. Dazu
werden aktueller Bestand und Mindestbestand gepflegt. Ein abgeschlossener
Verkauf reduziert den Bestand um die verkaufte Stueckzahl; ein zulaessiges
Vollstorno stellt dieselbe Menge wieder her.
Unter `Einstellungen > Artikel & Waren > Lagerbestand & Inventur` zeigt die
Kasse alle Artikel und markiert Bestandsunterschreitungen. Oberhalb der Tabelle
kann nach einer Warengruppe gefiltert oder mit `Alle Warengruppen` die gesamte
Inventur angezeigt werden. Der gezaehlte
Istbestand kann nur bei aktivierter Bestandsfuehrung direkt uebernommen werden.
Das Aktivieren oder Deaktivieren ist auch direkt in der Inventurtabelle
moeglich. Istbestand und Mindestbestand koennen dort je Artikel eingegeben und
gemeinsam mit `Uebernehmen` gespeichert werden. Jede Bestandskorrektur speichert
alten und neuen Bestand, Artikel, Mitarbeiter, Zeitpunkt und den Grund
`Inventur`. Aenderungen des Mindestbestands werden ebenfalls protokolliert.
Nach einem abgeschlossenen Verkauf wird der sichtbare Bestand sofort aktualisiert.
Beim Oeffnen der Inventur werden die aktuellen Daten erneut aus der lokalen
Datenbank geladen. Storno und Gegenbeleg aktualisieren die Anzeige ebenfalls.
Schneller Wareneingang
Das ein- und ausschaltbare Modul `Schneller Wareneingang` befindet sich unter
`Einstellungen > Artikel & Waren`. Es steht Managern und Administratoren zur
Verfuegung und setzt das aktivierte Modul `Lagerbestand und Inventur` voraus.
Nach dem Oeffnen kann optional ein Lieferant oder eine Lieferscheinnummer
eingetragen werden. Artikel lassen sich ueber Barcode, Artikelname oder
Artikelnummer finden. Jeder erfolgreiche Scan erhoeht die Eingangsmenge des
Artikels um eins. Die Menge kann anschliessend ueber grosse Plus-/Minustasten
oder direkt im Zahlenfeld korrigiert werden. Vor der Buchung zeigt jede Zeile
den bisherigen und den erwarteten neuen Bestand.
Alle fuer denselben Artikel hinterlegten Barcodes fuehren zu derselben
Wareneingangsposition. Ist ein Barcode mehreren Artikeln beziehungsweise
Verkaufseinheiten zugeordnet, wird keine automatische Buchung vorgenommen:
Zuerst muss der richtige Artikel aus einer gut sichtbaren Auswahlliste gewaehlt
werden. Bei Artikeln ohne Bestandsfuehrung kann diese nach einer eindeutigen
Bestaetigung direkt aktiviert und der Artikel anschliessend erfasst werden.
Wiegeartikel sind in dieser Stueckbuchung gesperrt.
`Wareneingang uebernehmen` zeigt vor dem Speichern eine Zusammenfassung. Erst
nach der Bestaetigung werden alle Positionen gemeinsam gebucht. Gespeichert
werden Mitarbeiter, Datum und Uhrzeit, Referenz, Artikel, Eingangsmenge sowie
alter und neuer Bestand. Unter `Letzte Wareneingaenge` koennen abgeschlossene
Vorgaenge eingesehen und ueber den Systemdruckdialog als A4-Ausdruck oder PDF
ausgegeben werden.
Bestellvorschlag
Wenn das Modul aktiviert ist, oeffnet `Bestellvorschlag` die Warengruppen- und
Zeitraumauswahl. Ein Tag verwendet die seit dem letzten Z-Bericht verkauften
Stueckzahlen. Drei Tage und eine Woche verwenden die entsprechenden
Kalenderzeitraeume.
Nach `Bestellvorschlag anzeigen` kann jede vorgeschlagene Bestellmenge geaendert
werden. `A4 drucken / als PDF speichern` oeffnet den Systemdruckdialog. Dort kann
auf Papier gedruckt oder unter Windows `Als PDF speichern` gewaehlt werden.
Die Bildschirm- und Druckansicht ist nach Warengruppen gegliedert. Jede
Warengruppe steht als eigene Ueberschrift ueber ihren Artikeln. Pro Artikel
werden der in der Artikelverwaltung gepflegte Artikelname links, die verkaufte
Menge als gruene Zahl und die Bestellmenge als rote Zahl ausgegeben. Die Zahlen
werden ohne die Bezeichnung `Stueck` dargestellt. Artikelnummer, EAN und
Verkaufspreis erscheinen nicht auf dem Bestellvorschlag.
Etiketten- und Preisschilddruck
Manager und Admin oeffnen `Einstellungen > Artikel & Waren > Etiketten &
Preisschilder`. Dort werden die zu
druckenden Artikel angehakt und die jeweilige Stueckzahl eingetragen. Breite und
Hoehe des Etiketts, Schriftgroesse, Hintergrund-, Text- und Preisfarbe sind frei
einstellbar. Die Vorschau verwendet den ersten Barcode des Artikels. Artikel
ohne Barcode erhalten auch auf dem Etikett keinen kuenstlich erzeugten Code.
`Layout speichern` hinterlegt die Gestaltung dauerhaft auf der Kasse.
`Etiketten drucken / PDF` oeffnet eine fuer Rollen-Etikettendrucker passende
Druckansicht mit einem Etikett pro Druckseite. Im Druckdialog muss das
Papierformat des Etikettendruckers zur eingestellten Breite und Hoehe passen.
Die Code-128-Barcodes werden lokal erzeugt und benoetigen keine
Internetverbindung.
Leergut und Pfand
Manager und Admin oeffnen `Einstellungen > Artikel & Waren > Leergut & Pfand`.
Voreingestellt sind Pfandarten ueber 0,08 EUR, 0,15 EUR und 0,25 EUR. Jede
Pfandart kann bearbeitet, aktiviert oder deaktiviert werden. Ueber `+ Neu`
lassen sich weitere Pfandarten mit eigener Bezeichnung und eigenem Betrag
anlegen.
Fuer jede Pfandart wird die steuerliche Behandlung getrennt festgelegt. Zur
Auswahl stehen `0 % (Standard)` und `inkl. 19 % MwSt.`. In der Bedienoberflaeche
wird dazu der Hinweis `Bitte mit Ihrem Steuerberater abklaeren.` angezeigt.
Die gewaehlte Steuerbehandlung fliesst in den Bon und in die
Mehrwertsteuer-Aufteilung der X- und Z-Berichte ein.
In der Artikelverwaltung ist das Feld `Leergut / Pfand` bei jedem Artikel
sichtbar und steht bei neuen Artikeln auf `Kein Pfand`. Nur aktive Pfandarten
koennen ausgewaehlt werden. Beim Verkauf erzeugt die Kasse automatisch eine
eigene Pfandposition in derselben Menge wie den Hauptartikel. Wird eine
Pfandart deaktiviert, werden bestehende Artikelzuordnungen zu dieser Pfandart
entfernt, damit kein deaktiviertes Pfand weiter berechnet wird.
Pfandrueckgabe
Die Schnellwahltaste `PFANDRUECKGABE` oeffnet die Annahme von Leergut. Der
Mitarbeiter waehlt die Pfandart, gibt die Anzahl zurueckgebrachter Gebinde ein
und uebernimmt die Gutschrift in den Bon. Beispiel: Vier Flaschen mit 0,25 EUR
Pfand ergeben die Bonposition `Pfandrueckgabe Pfand 0,25 EUR`, Menge 4 und
einen Gesamtwert von -1,00 EUR.
Bei einem gleichzeitigen Einkauf wird die Gutschrift mit dem Zahlbetrag
verrechnet. Ist der gesamte Bon negativ, kann er nur bar abgeschlossen werden;
die Kasse zeigt den positiven Auszahlungsbetrag an und oeffnet bei entsprechend
eingerichteter Hardware die Kassenlade. Die Pfandrueckgabe bleibt als eigener
Beleg erhalten, wird bei aktiver TSE signiert und in X-, Z- und Monatsberichten
sowie im CSV-Export getrennt als `Pfandrueckgaben` ausgewiesen. Bons mit einer
offenen Pfandrueckgabe koennen nicht geparkt werden.
Digitalbon – Entwicklungsstand
Unter `Einstellungen > Druck & Digitalbon` legt der Schalter `Gegeben und
Rueckgeld auf Bon anzeigen` fest, ob diese beiden Barzahlungswerte auf
Digitalbon, PDF und Thermobon ausgegeben werden. Das Ausblenden aendert nur die
Bonansicht; die Zahlungsdaten bleiben intern gespeichert.
Jeder Bon zeigt die Umsatzsteuer getrennt nach den tatsaechlich enthaltenen
Steuersaetzen. Je Steuersatz werden Netto, MwSt. und Brutto aufgefuehrt; darunter
steht die MwSt.-Gesamtsumme. Zahlungsart und Umsatzsteuer erscheinen vor dem
TSE-Status und den ausfuehrlichen TSE-Signaturdaten. Diese Reihenfolge gilt fuer
Digitalbon, PDF und direkten Thermobondruck.
Ist das Modul aktiviert, erzeugt jeder abgeschlossene Lernbon eine zufaellige,
nicht fortlaufende Abrufkennung. Im Abschlussfenster werden QR-Code, Browserbon
und PDF angeboten. Der aktuelle QR-Code verweist nur auf den lokalen
Entwicklungsrechner. Fuer Kundenhandys wird spaeter dieselbe Kennung ueber VPS2
bereitgestellt; bei fehlender Verbindung wird ein Papierbon angeboten.
Kundendisplay
Das optionale Modul wird unter Einstellungen mit `Kundendisplay` aktiviert.
Danach oeffnet die Schaltflaeche in der oberen Leiste eine eigene
Vollbildansicht fuer einen zweiten Monitor. Sie zeigt waehrend des Einkaufs die
Artikel, Mengen, Einzelbetraege und Gesamtsumme live an.
Nach Bar- oder Kartenzahlung wechselt die Ansicht automatisch zum Digitalbon.
Der Kunde scannt den angezeigten QR-Code mit seinem Handy; ein Papierbon ist
dann nicht erforderlich. Kasse und Kundendisplay kommunizieren ausschliesslich
ueber den lokalen Kassendienst und funktionieren ohne Internet. Fuer den
spaeteren Handyabruf ausserhalb des lokalen Netzes wird VPS2 angebunden.
Werbung im Ruhemodus
Unter `Einstellungen > Druck & Digitalbon > Kundendisplay-Werbung` wird die
Werbung getrennt vom Live-Kundendisplay aktiviert. Deshalb kann der Schalter
`Kundendisplay` fuer Warenkorb und Digitalbon aus sein, waehrend auf dem
zweiten Bildschirm weiterhin Werbung laeuft.
Unterstuetzt werden JPG, PNG und WebP bis 10 MB sowie MP4 und WebM bis 200 MB.
Bis zu 20 lokale Medien koennen hochgeladen, in ihrer Reihenfolge verschoben
und wieder geloescht werden. Fuer Bilder gilt eine einstellbare Anzeigedauer;
Videos laufen automatisch ohne Ton bis zum Ende. Die Darstellung kann den
Bildschirm fuellen oder das Medium vollstaendig einpassen.
Ist die Live-Anzeige ebenfalls aktiv, wird die Werbung beim ersten Artikel
sofort durch den Warenkorb ersetzt. Nach der Zahlung bleibt der Digitalbon fuer
die eingestellte Dauer sichtbar und anschliessend beginnt die Werbung erneut.
Alle Mediendateien liegen lokal auf dem Kassen-PC und funktionieren offline.
Geraete und Schnittstellen
Unter `Einstellungen > Geraete & Schnittstellen` werden ueber Windows
eingerichtete USB- oder Netzwerkdrucker ausgewaehlt. Serielle/COM-Drucker
werden nicht verwendet. Fuer Bondrucker stehen Epson-/ESC-POS-kompatible und
Star-kompatible Profile zur Auswahl. Etikettendrucker koennen ueber den
Windows-Treiber oder ein Epson-/ESC-POS- beziehungsweise Star-Profil betrieben
werden. Die Kassenlade kann deaktiviert oder ueber den Bondrucker vorbereitet
werden. Der ausgewaehlte Bondrucker wird automatisch in die Druckeinstellungen
uebernommen.
`Geraete pruefen` liest die unter Windows eingerichteten USB-/Netzwerkdrucker
und Datentraeger ein. Statuskarten zeigen, welche Komponenten eingerichtet
sind. Die Erkennung eines Datentraegers mit Swissbit-/TSE-Bezeichnung ist eine
Vorpruefung und noch keine TSE-Inbetriebnahme. Fuer ZVT werden Adresse, Port und
Zeitlimit gespeichert; eine echte Terminalzahlung wird erst mit dem
ZVT-Adapter und einem Testterminal freigegeben.
Bondruck und Kassenlade testen
1. USB- oder Netzwerkdrucker zuerst in Windows installieren.
2. Unter `Geraete & Schnittstellen` den Bondrucker auswaehlen.
3. Profil `Epson / ESC-POS kompatibel` oder bei entsprechend eingestelltem
Star-Drucker `Star im ESC/POS-Modus` waehlen.
4. Papierbreite unter `Druck & Belege` auf 58 oder 80 mm stellen.
5. Mit `Testbon drucken` die direkte Ausgabe pruefen.
6. Einstellungen speichern und danach mit `Gespeicherte Kassenlade testen`
den Ladenimpuls pruefen.
Ist `Bon automatisch drucken` aktiv, sendet die Kasse den Bon nach einem
erfolgreichen Verkauf direkt an die Windows-Druckerwarteschlange. Bei einer
Barzahlung wird eine eingerichtete Kassenlade automatisch ueber den
Bondrucker geoeffnet. Scheitert Druck oder Ladenimpuls, bleibt der Verkauf
gespeichert und die Kasse zeigt den Hardwarefehler separat an.
X-, Z- und Monatsberichte besitzen die Schaltflaeche `Direkt auf Bondrucker`.
Sie werden damit ohne Browser-Druckdialog auf der eingestellten 58- oder
80-mm-Rolle ausgegeben. `A4 / PDF` und der CSV-Export bleiben getrennte,
zusaetzliche Ausgaben.
Beim Z-Bericht steht vor dem Druck die Auswahl `Zusammenfassung`, `Nach
Warengruppen` oder `Nach Artikeln` zur Verfuegung. Die Auswahl wirkt auf den
direkten Bondruck und auf A4/PDF. Warengruppenname, Artikelname, Artikelnummer,
Menge, Umsatz und Mehrwertsteuer werden aus den historischen Verkaufsdaten des
jeweiligen Z-Abschlusses gebildet. Die beim Verkauf gespeicherte Warengruppe
bleibt auch nach spaeteren Aenderungen der Artikelverwaltung erhalten.
Trinkgeld
Im Zahlungsdialog kann Trinkgeld bei Bar- und Kartenzahlung frei eingegeben
werden. Bei Barzahlung uebernimmt `STIMMT SO` das vollstaendige rechnerische
Rueckgeld als Trinkgeld. Das Trinkgeld wird dem aktuell angemeldeten
Mitarbeiter zugeordnet und getrennt vom steuerpflichtigen Warenumsatz sowie
von der Mehrwertsteuer gespeichert.
Bar gegebenes Trinkgeld erhoeht den tatsaechlichen Sollbestand der
Kassenlade. Kartentrinkgeld wird nicht zum Barbestand gerechnet. X-, Z- und
Monatsbericht zeigen Gesamttrinkgeld, Baranteil und Trinkgeld je Mitarbeiter.
Die Werte erscheinen ebenfalls auf Bon, Z-Druck, A4/PDF und CSV-Export. Bei
einem Storno wird das Trinkgeld des stornierten Verkaufs nicht als gesammelt
ausgewiesen.
TSE und Lernmodus
Unter `Einstellungen > System` sind `TSE verwenden` und `Lernmodus` getrennte
Schalter. Im Lernmodus entstehen ausschliesslich Testbons. Die TSE kann dort
bereits eingeschaltet und vorbereitet werden. Der Admin kann den Lernmodus auch
ohne initialisierte Swissbit-TSE ausschalten. In diesem Fall zeigt die Kasse
`PRODUKTIVBETRIEB`, speichert Bons und Berichte jedoch nachvollziehbar als
`PRODUKTIV-OHNE-TSE`. Eine nur erkannte USB-TSE wird niemals faelschlich als
fiskalisiert angezeigt.
Swissbit-TSE in Betrieb nehmen
Der Admin oeffnet `Einstellungen > System > TSE und Betriebsmodus` und waehlt
zuerst `TSE-Status pruefen`. Fuer die Inbetriebnahme werden die Kassenkennung,
die TSE-Admin-PIN und die TSE-Time-Admin-PIN eingegeben. Die beiden PINs werden
nur an die lokale Swissbit-SDK-Bruecke uebergeben und nicht in der
Kassendatenbank gespeichert. Nach der Sicherheitsabfrage fuehrt `TSE in Betrieb
nehmen` die Herstellerinitialisierung aus und ordnet die Kassenkennung zu.
Nach erfolgreicher Inbetriebnahme zeigt die Kasse Seriennummer,
Zertifikatsangaben und Betriebsbereitschaft. Mit `Inbetriebnahmebon drucken`
wird die Zuordnung fuer die Kundenunterlagen erneut ausgegeben. Jeder Verkauf
und jeder Storno erhaelt danach eine eigene TSE-Transaktion. Transaktionsnummer,
Signaturzaehler, Start-/Endzeit, Seriennummer, Algorithmus und Pruefwert stehen
auf Digitalbon, PDF und Thermobon.
Ist eine bereits initialisierte und eingeschaltete TSE nicht erreichbar oder
liefert sie unvollstaendige Signaturdaten, schliesst die Kasse den betroffenen
Bon nicht ab. Der Mitarbeiter erhaelt stattdessen die konkrete Fehlermeldung.
Soll ausdruecklich ohne TSE weitergearbeitet werden, muss der Admin den
TSE-Schalter ausschalten; solche Vorgaenge bleiben als `PRODUKTIV-OHNE-TSE`
gekennzeichnet.
Backup, Export und Import
comface.pos erstellt standardmaessig einmal taeglich eine lokale
SQLite-Sicherung im Datenverzeichnis `backups`. Unter `Einstellungen > System`
kann der Admin weitere Sicherungen anlegen und die Aufbewahrung zwischen 3 und
180 Dateien einstellen. Jede Sicherung erhaelt eine SHA-256-Pruefsumme.
`Exportieren` laedt eine vollstaendige Sicherungsdatei herunter. Beim Import
werden Dateiformat, SQLite-Integritaet und die notwendigen comface.pos-Tabellen
geprueft. Der Import verlangt Admin-Code und doppelte Bestaetigung. Vor dem
Ersetzen wird automatisch ein Backup mit Kennzeichnung `before-restore`
erstellt. Anschliessend ist eine erneute Anmeldung erforderlich.
Optional kann jede manuelle Sicherung ueber HTTPS an VPS2 uebertragen werden.
VPS2-Adresse und Kundenkennung stehen in den Einstellungen. Der geheime
Backup-Schluessel liegt ausschliesslich geschützt auf dem Kassenrechner als
`COMFACE_POS_VPS2_BACKUP_TOKEN` und ist deshalb weder Teil der Datenbank noch
eines Exports. Ohne eingerichteten VPS2-Endpunkt bleibt die lokale Sicherung
trotz fehlgeschlagener Online-Uebertragung erfolgreich erhalten.
Geplante Lizenzaktivierung (noch nicht implementiert)
Nach dem ersten Programmstart soll comface.pos 30 Tage im Demostatus nutzbar
sein. Der vollstaendige Lizenzschluessel bleibt unter
`Einstellungen > System > Lizenz` gut lesbar sichtbar. Mit `Online aktivieren`
prueft die Kasse den Schluessel ueber VPS2 gegen die Kunden- und
Lizenzverwaltung auf VPS1. Die erste erfolgreiche Aktivierung bindet den
Schluessel an den aktuellen PC und legt dort eine signierte Lizenz fuer den
Offlinebetrieb ab.
Bei einem Hardwaredefekt gibt der Administrator die alte Geraetebindung im
VPS1-Panel frei. Danach kann derselbe Schluessel auf dem Ersatz-PC aktiviert
werden. Eine gleichzeitige Aktivierung auf mehreren PCs wird abgewiesen.
Sind im Panel Firmenname, Anschrift und Steuerdaten hinterlegt, fuellt die erste
Aktivierung damit ausschliesslich noch leere POS-Felder. Ohne hinterlegte
Kundendaten wird nur die Lizenz aktiviert; die Firmendaten koennen spaeter lokal
erfasst werden. Bereits gepflegte lokale Angaben werden nicht automatisch
ueberschrieben. Dafuer ist eine getrennte Funktion `Firmendaten erneut vom
Panel uebernehmen` vorgesehen.
Der Lizenzstatus soll Demorestlaufzeit, Aktivierungsstatus, zugeordneten Kunden,
zugelassene und verwendete Kassen, Gueltigkeit und letzte Onlinepruefung zeigen.
Ohne gueltige Freigabe steht ausschliesslich eine neutrale Lizenzhinweisseite zur
Verfuegung. Die lokal gespeicherten Kassendaten bleiben unveraendert und werden
nach erneuter Freigabe wieder angezeigt. Interne Sperrgruende und
VPS1-Verwaltungsablaeufe sind nicht Bestandteil dieses Handbuchs. Dieses Kapitel
beschreibt den festgelegten Sollzustand; die Lizenzschnittstelle zu VPS1/VPS2 ist
noch zu implementieren.